Am 1.3.2020 titelt DWN Deutschland ist ein Vasall der USA – und will es bleiben

DWN-Gastautor Bernd Brümmel hat eine klare Meinung zum Verhältnis Deutschland – USA: Amerika will unbedingt weiterhin die einzige Weltmacht sein, und tut deshalb alles, um einer deutsch-russischen Kooperation Steine in den Weg zu legen. Die Bundesrepublik verhält sich in dieser Situation wie ein Vasall der Vereinigten Staaten, ohne auch nur im Geringsten ihre eigenen Interessen zu verfolgen.

Wir befinden uns in einer Übergangsphase von einer uni- zu einer multipolaren Welt. Dies ist eine Entwicklung, der deutsche Außenpolitiker und Diplomaten unbedingt Rechnung tragen sollten. Stattdessen jedoch hoffen sie – genauso wie viele Angehörige der deutschen Eliten – durch eine Fortsetzung der einseitigen Anbindung an den „großen Bruder“ jenseits des Atlantiks den Zustand der amerikanischen Vorherrschaft aufrechtzuerhalten und zu zementieren. Sie übersehen jedoch, dass dies nicht möglich auch – auch nicht mit noch so hohen Tributzahlungen. Denn Tatsache ist: Die Machtachsen auf dem Globus haben sich verschoben. Das heißt: Wenn Deutschland und die EU eine Zukunft haben wollen, müssen sie sich aus ihrem Vasallenstatus gegenüber den USA befreien.

Neulich habe ich eine Veranstaltung einer großen parteinahen Stiftung in Berlin besucht, auf der die Frage diskutiert wurde, ob die Volksrepublik China und die Russische Föderation nun eine Allianz eingehen und damit die Vormachtstellung des „Westens“ herausfordern würden. Auf dem Podium saßen vier Vertreter des transatlantischen Lagers – ein Chinese oder Russe waren nicht dabei. Man war sich einig, dass man zusammenhalten und „unsere Werte“ gegenüber dem Expansionsdrang totalitärer Regime verteidigen müsse.

Ich habe mich gefragt: Was für Werte sind das eigentlich? Schließlich sind da die Verseuchung Südserbiens und des Kosovos mit Uran-Munition (die Krebsraten sind dort teilweise um 400 Prozent gestiegen); diverse, oft blutige Regime-Change- Operationen (allen voran die in der Ukraine); Terroranschläge unter falscher Flagge; Drohnen-Morde, wobei zahlreiche zivile Opfer als Kollateralschäden miteinkalkuliert waren; mörderische Wirtschafts-Sanktionen mit eingepreistem Hungertod; sowie mehrere illegale Angriffskriege. Und nur kurze Zeit, bevor die Veranstaltung in Berlin stattfand, wurde der iranische General Soleimani, der sich auf einer diplomatischen Mission befand, ermordet, und drohte darüber hinaus US-Präsident Donald Trump mit einer gezielten Zerstörung von iranischen Kulturgütern. Es ist nur zu offensichtlich: Es geht überhaupt nicht um Werte, es geht um Macht. Konkret, um die Macht der USA, welche die alleinige Weltmacht bleiben möchten. Da finde ich es sehr erstaunlich, dass die Diskutanten nicht rot im Gesicht wurden, als sie wieder einmal die „westlichen Werte“ bemühten. Sie gingen sogar soweit, darüber zu sinnieren, ob es nicht angebracht sei, ein deutsches Kriegsschiff ins chinesische Meer zu entsenden, „um die Amerikaner zu entlasten“.

Möglicherweise konnte der Amerikaner auf dem Podium sein Glück kaum fassen ob der Bereitschaft seiner deutschen Gesprächspartner, die Hacken zusammenzuschlagen – trotz der erst kürzlich verhängten Sanktionen gegen Nord Stream 2. Sollten die Verantwortlichen in Deutschland allerdings glauben, sich bei den USA durch vorauseilenden Gehorsam lieb Kind machen zu können, und sollten sie davon ausgehen, dass nach einer vermeintlichen Abwahl von Donald Trump die Dinge wieder ins Lot kommen, so wäre dies ein gefährlicher Irrtum.

Gerade die Sanktionen gegen Nord Stream 2, die mit großer Mehrheit im US-Repräsentantenhaus auf den Weg gebracht wurden, zeigen nämlich, dass für die USA die Interessen ihrer Vasallen keine Rolle spielen, wenn es darum geht, die eigene Machtposition zu festigen. Wir hier in Deutschland sollten uns darüber im Klaren sein, dass es bei der angestrebten Verhinderung von Nord Stream 2 nicht nur darum geht, amerikanisches Schiefergas (LED) mit Unterstützung der deutschen Steuerzahler nach Deutschland zu verkaufen, sondern vor allem auch darum, aus geopolitischen Gründen eine engere wirtschaftliche Verzahnung Russlands mit der EU zu verhindern. Auszug aus seinem Kommentar

Ich empfehle heute ein Märchen, geschrieben von von Dushan Wegner

„Liebe Kinder, gleich welchen Alters, ich will euch ein gar verrücktes Märchen erzählen. Ihr werdet es kaum glauben, doch die Märchen sind, anders als die Nachrichten, nicht dafür da, geglaubt zu werden.

Es war einmal ein Königreich, da waren die Menschen noch nicht alle so klug und vernünftig wie heute klug und vernünftig sind.

In jener märchenhaften Welt, da gab es auch eine Zirkustruppe, die war landauf, landab dafür bekannt, ihre Gefühle für Fakten zu halten. Die richtigen Fakten aber, also die Ereignisse, das, was wirklich passierte, das zu sagen, das galt als sehr böse.

In dieser Zirkustruppe, liebe Kinder, da gab es eine Artistin, die konnte die Wahrheit selbst mit Mühe nicht von der Lüge unterscheiden – oder so schien es.

Sie war eine Artistin, die mächtige Männer für sich gewinnen konnte. Sie flog geradezu durch die Manege, mal hierhin, mal dorthin, doch man versicherte uns, dass sie keine Marionette war, obgleich sie zuweilen wie eine solche redete.

Nein, eine Marionette war sie nicht, diese Artistin mit Artikulationsproblemen. Und sie war gewiss keine Holzpuppe, was man daran erkannte, dass ihr beim Lügen die Nase nicht länger wuchs.

Etwa, wenn sie Lügen darüber erzählte, was sie im Leben alles so gemacht hatte. Oder wenn sie zu notieren vergaß, wer die Dinge wirklich geschrieben hatte, die im Buch standen, von dem sie sagte, sie hätte es geschrieben. Diese Artistin, von der wir erzählen, sie fürchtete sehr die Unfälle mit der Pferdekutsche………(…..) Die Moral von Geschicht’: eine Moral, die gibt es nicht. Schlaft gut, liebe Kinder.

Auch interessant:

Bei der Auflistung der Manipulationsmethoden in „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“ – siehe unten Anhang – hatte ich eine geläufige Methode übersehen: Ablenken. In wiederkehrenden Erklärungen des Bundeswirtschaftsministers Habeck und anderer Regierungsmitglieder können wir beobachten, wie diese Methode funktioniert. Seit Tagen geht das so wie in der abgebildeten Meldung. Zuerst wurde hinausposaunt, die privaten Haushalte von Gas würden geschont; dann hat man sich daran erinnert, dass auch die Industrie Gas braucht und unter Gasknappheit leiden wird und damit auch die Privaten wegen der Bedrohung ihrer Arbeitsplätze leiden werden. Jetzt will Habeck die Haushalte „in die Pflicht nehmen“. Habeck und die Regierung lenken systematisch von ihrer Verantwortung für die Gaspreisexplosion ab

Leute im Park beobachten Multimedia sitzend mit VR Brille

das war Rudolf Schulz, morgens aus Berlin

Von rn-d.de

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