Wladimir Putin und der türkische Präsident Erdogan reisen zu einem Treffen mit dem iranischen Staatschef Ebrahim Raisi nach Teheran. Offiziell geht es bei dem Gipfel um die Interessen der drei Länder in Syrien. Doch dürfte es Russland auch um Unterstützung im Ukraine-Krieg gehen. Das Treffen demonstriert damit auch das zunehmende Gewicht der Regionalmächte – ebenso wie schon der Besuch Bidens in Saudi-Arabien.

Für den Islamwissenschaftler und Cicero-Gastautor Guido Steinberg wird somit deutlich, dass sowohl Russland wie auch die USA um Lagerbildung bemüht sind. Beide Länder werden versuchen, Länder wie die Türkei, Iran, Saudi-Arabien und andere mehr auf ihre Seite zu ziehen, und diese Staaten wiederum werden versuchen, Moskau und Washington durch geschicktes Lavieren zu Zugeständnissen zu zwingen. Nur in Ausnahmefällen werden sie sich bedingungslos der einen oder der anderen Seite anschließen, meint Steinberg in seinem Beitrag auf Cicero

Teheran Unmittelbar vor dem Besuch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Teheran hat der russische Staatskonzern Gazprom mit dem Nationalen Iranischen Ölunternehmen NIOC einen rund 40 Milliarden Dollar schweren Kooperationsvertrag unterzeichnet. Wie die Nachrichtenagentur des iranischen Ölministeriums am Dienstag mitteilte, unterzeichneten die Chefs beider Konzerne bei einer Online-Zeremonie eine entsprechende Absichtserklärung.

Demnach erhält das NIOC Unterstützung von Gazprom bei der Entwicklung von zwei Gas- und sechs Ölfeldern. Der russische Konzern werde auch am Abschluss von Flüssiggas-Projekten sowie beim Bau von Pipelines für den Gasexport beteiligt. Milliardendeal vor Putin-Besuch: Iran und Russland vereinbaren Kooperation

Falls die Amerikanerinnen und Amerikaner gehofft haben sollten, Biden könne ihnen nach dieser Reise sinkende Benzinpreise versprechen, werden sie enttäuscht sein. Saudi-Arabien kündigte zwar an, seine mögliche Fördermenge um eine Million Barrel pro Tag zu erhöhen.

Das muss aber nicht heißen, dass diese Menge Öl auch zusätzlich gefördert wird. Eine Entscheidung fällt womöglich erst beim nächsten Treffen der OPEC-Staaten im August. Bilanz von Bidens Besuch in Saudi-Arabien ARD-Studio Kairo

Das Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman hatte noch nicht begonnen, da war schon klar: Die Vorzeichen sind schwierig. Denn am Freitag wurde bekannt, dass das saudische Königreich im großen Stil Öl aus Russland importiert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Refinitiv-Daten meldete, erreichten von April bis Juni 647.000 Tonnen Öl das Königreich über russische und estländische Häfen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug die Menge 320.000 Tonnen.

Saudi Arabien ist selbst der zweitgrößte Ölproduzent nach den USA sowie der weltgrößte Ölexporteur. Kein Land der Welt kann zu geringeren Kosten fördern. Dennoch ergibt es ökonomisch Sinn für die Saudis, Öl zu importieren. Das Importöl wird im Inland im Sommer zur Stromgewinnung verbraucht – insbesondere für den Betrieb zahlloser Klimaanlagen.

Wie Saudi-Arabien aus den Sanktionen gegen Russland ein Geschäft machtes geht um Rohstoffe

Sie erwähnten eben die Abhängigkeit des Westens von Energiequellen und deren politische Auswirkungen. Sind diese Rahmenbedingungen auch der Grund für die erodierende Macht des Westens, die wir derzeit beobachten können?

Natürlich, Saudi-Arabien verweigert sich ja jeglichen Forderungen Washingtons, mehr Erdöl auf den Markt zu werfen, um die Preise zu senken. Hierbei handelt es sich um eine Revanche speziell gegen US-Präsident Biden, um seine Wiederwahl zu gefährden. Man bevorzugt natürlich Trump, der ja fast eine Politik im Sinne Saudi-Arabiens betrieb. Daher bitten die USA jetzt – man könnte fast vom Betteln sprechen – Venezuela um eine Steigerung der Erdölproduktion. Also in einem Land, zu dem wir die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und in dem wir mehrmals einen Regime Change versucht haben.

»Sleeping with the devil« (Mit dem Teufel schlafen) haben Sie ja Ihr Buch genannt, in dem Sie die engen Beziehungen Saudi-Arabiens zu den USA analysieren.

Der Titel umschreibt den Zustand der Beziehungen zwischen Washington und Riad bis vor Kurzem. Bei der Aufrüstung Saudi-Arabiens beispielsweise gibt es eigene Regeln. Es ist ein geschäftlicher Teilbereich für sich. Wir, die Amerikaner, kaufen Öl von den Saudis, raffinieren es und füllen es in die Tanks unserer Autos – und ein kleiner Prozentsatz von dem, was wir für dieses Öl bezahlt haben, geht an Terroristen und wird genutzt, um Anschläge gegen US-Einrichtungen weltweit zu finanzieren.

Auch auf den Iran scheint Washington im Schatten der Ukraine-Krise zuzugehen?

In der Tat, Washington scheint hierbei über seine eigene Sanktionspolitik zu stolpern. Teheran profitiert aber von der aktuellen Lage und wird sich nicht unter Wert verkaufen, was sich ja schon abzeichnet. Anders ausgedrückt: Der gesamte Nahe und Mittlere Osten wird sich geopolitisch neu positionieren, was ja nicht nur durch die Abfuhr in Richtung Washington deutlich wird, sondern auch daran, dass neulich der syrische Präsident Baschar Al-Assad seine Isolation durchbrechen konnte durch seinen Staatsbesuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bei dieser geopolitischen Neuorientierung wird der Westen deutlich ins Hintertreffen geraten, zumal die aufsteigenden Mächte im Osten, neben Russland vor allem Indien und China, für die reaktionären Golf-Monarchien gewinnbringende Geschäfte garantieren, ohne eine politische Einmischung befürchten zu müssen. Katar war das Zentrum der Intrigen

Robert Baer’s Sleeping with the Devil: How Washington Sold Our Soul for Saudi Crude offers an in-depth picture of dirty dealings.

Robert Baers Buch Sleeping with the Devil: How Washington Selled Our Soul for Saudi Crude bietet ein tiefes Bild der schmutzigen Geschäfte.
Laura Rosen
Robert Baer ist die Art von Kontakt, mit der sich jeder Journalist bei einem Bier austauschen möchte, ein begnadeter Geschichtenerzähler mit einer Fülle von Kriegsgeschichten aus seinen 21 Jahren als CIA-Sachbearbeiter an Orten wie Beirut, Sudan, Nordirak und Zentralasien. Nach seinem Rücktritt im Jahr 1997 schrieb er See No Evil, eine Chronik seiner Karriere und seiner tiefen Enttäuschung über die Agentur während der Clinton-Jahre. In Sleeping With the Devil: How Washington Selled Our Soul for Saudi Crude spielt Baer erneut seine Stärken aus. Hier wendet sich Baer unserer Beziehung zu Saudi-Arabien zu und bietet einen Einblick in die Kurzsichtigkeit und Dysfunktion der US-Politik, den nur ein erfahrener Nahost-Experte wie er – der fließend Arabisch spricht und sich mit dem Studium des islamistischen Terrorismus beschäftigt – bieten könnte.

Laut Baer ist die saudische Königsfamilie ein zutiefst korrupter und degenerierter Haufen. Mit dem Teufel schlafen bietet eine Litanei von Anekdoten, die die Verderbtheit der erweiterten saudischen Königsfamilie fast im Fin de Siècle vermitteln – nicht nur Glücksspiel und Huren mit hohen Einsätzen in Monte Carlo, der französischen Côte d’Azur und Marokko, sondern „illegale Unternehmungen“. machen die Prinzen zu Hause weit verärgert. Familienmitglieder sind zum Beispiel nicht zu schade, ihre königlichen Zulagen mit Bestechungsgeldern für Bauverträge und Waffengeschäfte aufzustocken, Visa und geschmuggelten Alkohol zu verkaufen oder sogar „das Eigentum von Bürgern zu beschlagnahmen und zu verkaufen“. Der weit verbreitete saudische Unmut über ein solches Verhalten hat, daran lässt Baer keinen Zweifel, dazu beigetragen, Osama bin Laden und al-Qaida hervorzubringen, zu deren Mitgliedern die 15 saudischen Flugzeugentführer gehören, die an den Anschlägen vom 11. September beteiligt waren.

Aber Baers Geschichte ist nicht nur eine Anklage gegen die saudische Königsfamilie und ihre Exzesse. Das eigentliche Ziel von Baers Kritik ist die US-Regierung selbst. Laut Baer haben aufeinanderfolgende Präsidialverwaltungen die Fakten über Riad und andere ölreiche Verbündete am Persischen Golf hartnäckig ignoriert. Nach dem 11. September waren natürlich die Beweise dafür überwältigend, dass die Saudis eine bedeutende, wenn nicht dominante Rolle bei diesen Angriffen und in den Reihen und der Führung von Al-Qaida spielten. Aber Baer schreibt, dass die US-Regierung seit Jahren viele Informationen über die saudische Rolle bei früheren Terroranschlägen gegen Amerikaner hatte, einschließlich des Bombenanschlags auf die Khobar Towers von 1996, des Angriffs von 1995 auf eine Einrichtung der saudischen Nationalgarde und der Bombenanschläge von 1998 auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania.

Liebe Freunde, Deutschland hinkt hinterher und dreht sich selber Erdöl, Gas und Strom ab, wie lange das noch gut geht bleibt abzuwarten. Wenn Habeck, Baerbock oder Merz deutschen Bürgern vorwirft „Kriegsmüde“ nach zwei Weltkriegen, Kosovo Krieg und Afghanistan Kriegsdesaster, ist das Erstens eine bodenlose Frechheit und Zweitens deutschen Steuerzahlern fast 1 Billionen Euro abzwingen um den Krieg gegen Russland, den Aufbau der Wehrmacht für den Russlandfeldzug, den Aufbau der Ukraine nach dem Endsieg und alle Flüchtlinge zu finanzieren, selber aber hungern und frieren müssen, riecht das verdammt nach einen Bürgerkrieg in Deutschland und der ist absolut gerechtfertigt, um Millionen Tote zu verhindern. Deutschland schwor nach 1945 „Nie wieder Krieg“ – anscheinend hat Deutschland zu oft über Adolf Hitler geredet, seine schmutzigen Hitler das Böse Filmchen gezeigt und damit erst den mörderischen Faschismus und den alten deutschen Wunsch Menschen zu töten, Menschen zu verfolgen, Länder und Völker zu vernichten neu geweckt. Tja, wer will es verdenken Hitler (DAP) war Sozialist, quasi ein Bruder der SPD und KPD, ein Revolutionär aus der Räterepublik.

Rudolf Schulz gefolterter Republikfüchtling

Von rn-d.de

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