Die Wiese der Nelken!

Nach dem das große Weltfeuer erloschen ist, dass die großen Herrschaften entzündeten, kehrte der Bauer auf seinem Hof zurück. Er war von Brandnarben gezeichnet die ihn behinderten und er hatte sein linkes Auge verloren, er bekam ein Glasauge! Auf seinem Hof angekommen fand er nur noch seine Stute vor die ein Fohlen erwartete. Um dieses nicht auch noch zu verlieren wartete er bis das Fohlen geboren und kräftig genug war; damit er beide mit schwerem Herzen in ein fremdes Land schicken konnte um sie vor weiteren Feuern in Sicherheit zu bringen.

Als die Zeit der Abreise gekommen war gab er der Stute und dem Fohlen, da er sehr arm geworden war als Reisegepäck 3 Nelken mit auf dem Weg. Eine Weiße für den Glauben, eine Rosane für die Hoffnung und eine Rote für die Liebe! In dem fremden Land angekommen fanden beide einen kleinen Stall und wurden freundlich aufgenommen.

Da sah sie ein Mann der aus der Legion kam und nahm beide zu sich und gab ihnen eine Unterkunft, einen Acker und eine kleine Wiese. In seinem Herzen jedoch loderten noch die Flammen eines anderen großen Feuers, was er nicht löschen konnte und selber entfacht hatte, weil er von seinem Hof keine Nelken mitbekommen hatte. Was ihn sehr einsam und zornig machte.

Die Stute ging von morgens bis abends auf dem Felde arbeiten und damit die Furchen auch grade und tief genug waren, bekam sie ein Joch übergezogen und Scheuklappen damit sie nicht anderes sehen konnte. Der Mann schlug sie, nicht weil sie arbeitsscheu war, sondern aus jähem Zorn, der der Hölle in seinem Herzen entsprang, denn er hatte 3 Streichhölzer als Reisegepäck mitbekommen.

Eins was den Himmel verbrennt, eins was die Erde und eins was das Wasser verbrennt.

Er selbst hat sehr darunter gelitten und es war niemand da, der in erlösen konnte aus der Einsamkeit seines Herzens um die Flammen der Angst zu löschen. Manchmal schlug er die Stute zu hart, so das sie davonrannte, aber da sie fremd in dem Lande war und keinen anderen Stall kannte, kam sie immer wieder zurück um das Fohlen und die Anderen die noch kamen zu versorgen. Zu dem alten Bauern konnten sie nicht mehr zurück, da Zäune und ein Feuergraben um den Hof gezogen wurden.

Auch das Fohlen bekam Schläge, so dass es den Kopf senkte und kaum noch Freude an der kleinen Wiese hatte. Denn auf dieser Wiese standen die Nelken die der Bauer ihnen mitgegeben hat. Die Stute hatte sie eingepflanzt, sie wuchsen erst nicht so recht an, aber die Stute tröstete das Fohlen und sagte: „im Frühjahr du wirst sehen kommen sie wieder und sie wachsen bestimmt und blühen schöner und kräftiger.“ Und der Bauer gab dem Fohlen aus der Ferne ein Rätsel auf es zu lösen: „Es ist ein Teller in einem leeren Raum nichts ist drin, nichts ist darunter und dennoch ist etwas da. Wenn du alles gesehen hast wirst du es wissen.“ Aber das Fohlen war so verzweifelt und schielte zu den großen hochherrschaftlichen Häusern, und den vollen Futternäpfen und den goldenen Gärten.

Auch schwangen die hochherrschaftlichen goldgeschmückten Herren und Damen herrliche Reden um noch mehr Gold zu bekommen für ihre Äcker, diese zu bestellen. Manchmal fiel einer der Redner, weil das Gold um seinen Hals so schwer geworden war das er das Gleichgewicht verlor aus dem Fenster. Sofort wurden alle Fenster aufgerissen und die großen Herrschaften riefen: „Es ist der Wind, nicht das Gold, es ist der Wind, Leute – der Wind, “, selbst auch dann, wenn absolute Windstille war!

Die Stute sah den sehnsüchtigen Blick des Fohlens und sagte: „Nobel geht die Welt zu Grunde! Wir haben nicht viel, nur die 3 Nelken und die wachsen jedes Jahr schöner und prächtiger, auf goldenen Äckern verdorren die Blumen, Pflanzen wachsen nur auf guten Mutterboden. Die Herrschaftshäuser brauchen viel Gold um die Feuer zu entfachen, mit denen sie Höfe zerstören um ihre Häuser zu füllen, weil sie keinen Mutterboden haben und die Heimaterde vergiften mit Worten“.

Durch die Schläge jedoch war das Fohlen so zornig im Herzen geworden, das es nichts mehr hören und sehen wollte, es trabte davon im Herzen 3 verwelkende Nelken und in Gedanken die verblassenden Worte des alten im Sterben liegenden Bauern. „Schau hin, wenn du alles gesehen hast wirst du es wissen, erst dann kannst du dir ein Urteil erlauben. “

In seinem Zorn trabte das Fohlen über Wiesen und Äcker, durch Ställe und Häuser, über Länder und Berge und achtete auf nichts und sah nicht was es alles zertrampelte. Je mehr es zertrampelte umso hungriger und durstiger wurde es auf dem Irrweg. Es mochte keinen Hafer mehr essen, der nicht sättigte. Da es sich verlaufen hatte und in sich den Tod als schlafenden Wächter über sein Leben trug, denn es war auf der Reise sehr krank geworden, musste es sich ausruhen. Es war sehr erschöpft und ermüdet von all dem was es gesehen und erlebt hatte. So kam es an einen Ort der nicht verlassen war, wo es etwas Wasser gab, wo es sich ausruhen konnte, auch war es verwirrt über die vielen leerstehenden Höfe die es gesehen hatte auf seinem Weg, die Tag für Tag mehr wurden je größer die Herrschaftshäuser wurden. Diese wurden mittlerweile von schwerbewaffneten Dienern bewacht, weil die Großen der Welt Angst um ihr Gold haben.

Die Stute hatte ihr Fohlen auf Geheiß des Bauern schweren Herzen davon traben lassen. Sie hatte noch andere Fohlen zu versorgen, auch musste sie tagaus, tagein die Furchen ziehen auf dem Felde, eine für Kleidung, eine für Nahrung, eine um den Stall auszubauen und zu wärmen und viele für die hochherrschaftlichen Häuser damit diese goldene Gärten haben. Gärten auf denen ohne Feuer, das sie entfachen müssen um Höfe zu verbrennen, nichts wächst. Auch müssen sie Zäune ziehen um ihre Gärten zu schützen; aber wer genau hinschaut erkennt alle Blumen darin haben die gleiche Farbe.

Auf der kleinen Wiese der Stute jedoch wachsen mittlerweile viele schöne Nelken in allen Farben. Mittlerweile ist der Mann der sie zu sich nahm verstorben, dem sie immer die Treue hielt, denn er gab ihr den Boden auf dem was gewachsen ist. Auch wurde der Mann mit den Jahren freundlicher und die Feuer in seinem Herzen verblassten, denn es war guter Mutterboden gewesen auf der Wiese der Nelken. Die Stute erfreut sich an ihren Fohlen, die mittlerweile auch Nachwuchs bekamen und geht auf die Wiese um die Nelken zu pflegen und schaut sich die Wälder, Städte und Dörfer an. Eines Tages wird sie zu einem anderen Hof zurückgehen, woher sie einst gekommen ist, wo sie kein Feuer brennen wird und sie wird in einem Meer von Nelken versinken in den Armen die sie schützten und begleiteten auf ihrer Reise in ein fremdes Land.

Das nun in die Jahre gekommene Fohlen hat einen Stall gefunden und zurück zu dem alten verlassenen Hof des Bauern um sich ein wenig Erde zu holen, da es weiß nur dieser Boden kann die Nelken noch zum blühen bringen und es hofft dass es noch rechtzeitig geschieht. Denn sie waren arg vertrocknet und es ist Herbst und es steht noch der Winter bevor, der zu überstehen ist und im Frühjahr oder im Nächsten aber sie werden angehen, denn 3 Nelken müssen erblühen für einen Blumenstrauß wenn es an der Zeit ist die Stute zu begleiten oder selbst zu gehen, in ein unbekanntes Land. Denn ein Jeder soll sich daran erinnern, woher er kommt und was er mitbekommen hat von Geburt an. Das alternde Fohlen aber ist in seinem Herzen immer jung geblieben und trifft sich mit einem alten Wanderfalken an einem geheimen geschützten See im Wald. Sie wollen ein Märchen finden was die leeren Höfe und die Herzen der Menschen erfüllt.

Mit jedem Futterkorn was beide an dem See ausstreuen, nährt es die Hoffnung dass viele Buchstaben wie diese, viele kleine Geschichten oder Gedichte entstehen lassen. Alle hoffen, das Fohlen, der alte Wanderfalke, der Uhu, der Wald, die Tiere, das ein Merlin aufsteht und fliegt, um den Menschen ein neues Märchen zu bringen, eines Tages wo dann geschrieben steht:

Es war einmal am Buchstabensee, Alle saßen sie im Kreise beisammen und das alternde Fohlen erzählt wie ein kleiner Junge eines Nachts mit dem Großen Wagen durchs Universum reiste, geleitet von einem Glasauge und den leeren Teller fand, er war gefüllt mit Liebe, Glaube und Hoffnung!

Urheberechtlich geschütztes Werk von Rudolf Schulz (der Mädchenname meiner Mutter)

Das erste Gedicht entstand aus dem Nichts:

Wie die Welt ist……

……kann ich nicht sagen.

Auch wie sie sein muss,

ist kaum zu hinterfragen.

Dasein ist wie ein Fluss

von Wellen weiter getragen.

Manchmal bitterer Genuss

Hoffnungen zu beklagen.

Bisweilen süßerer Kuss

Erfüllungen bei zu tragen.

Jede Welle einig Gruß

in Tropfen fort getragen

vereint zu einem Fluss

ohne das Ufer anzuklagen.

Des Landes Ufer ist im Fluss

so wir den Tropfen dazu befragen

Doch Wasser zu strömend Guss,

wenn die Sicht vom Ufer getragen.

So gesehen ist alles im Geschehen,

egal von wo wir die Welt besehen.

Drum wie sie ist kann ich nicht sagen,

wir sollten Ufer und Wasser befragen!

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Ein „merkwürdiger“ Traum

In meinen Träumen

entstehen rote Rosen

die wachsen zu erblühen

als dornige Rosen zu erwachen

um dann feurig zu verglühen

in kalter Asche zu erwachen

um wie Phönix sich zu erheben

einen neuen Traum zu leben

In meinen Träumen

entstehen gelbe Rosen

die wachsen um zu strahlen

in unendlichen Hallen

um strahlend zu verbrennen

in kalter Asche zu erwachen

um wie Phönix sich zu erheben

einen neuen Traum zu leben

In meinen Träumen

entstehen weiße Rosen

die wachsen wie Kristalle

in einer eisigen Halle

um im Herz zu erfrieren

alle Hoffnung zu verlieren

In meinen Träumen

entstanden blaue Rosen

aber die muss ich nicht gießen

ich lies sie in Pastellfarben zerfließen

….. jetzt, ihr werdet es nicht glauben

muss ich das Bild abstauben.

In meinen Träumen

………

……

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Phönix

Phönix ist x Jahre jung

oder alt die kalte Asche.

Ist es nicht wie ein Sprung,

aus einer leeren Flasche?

Ein Chaos von Geburt die Jahre,

aus dem wir uns erheben.

Selbst noch mit ergrautem Haare

frei zu fliegen um zu leben.

Ist der Phönix nicht ein Ort,

der ohne Wissen in uns ist?

Die Hoffnung trägt ihn fort

und damit eine Lebensfrist.

Die aber ist uns gegeben,

um hier und jetzt zu leben.

Aus der Asche sich zu erheben,

mutig zu fliegen mit dem Leben.

Nicht in Höhen aus der wir stürzen,

nicht in Tiefen die das Dasein kürzen.

Drum Vogel flieg bleib ewig jung

und nicht gefangen in Erinnerung!

Flieg frei – wie jeder weis,

ist die Asche mal kalt mal heiß,

aber nie ganz verglüht,

so lange die Hoffnung blüht!

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Der Regenschirm!

Auf nassen Bürgersteigen

gedämpfte Schritte verhallen.

Den Kopf leicht zu neigen,

wenn Regentropfen fallen.

Den Mantelkragen erhoben,

um der Nässe zu entgehen

und durch des Windes toben,

die Tropfen kaum zu sehen.

Der Wege nasser Spiegel

in glatten Pflastersteinen,

wenn kleine Trittsiegel

mit anderen sich vereinen.

Der Bürgersteig im Regen,

gespiegelt im Lampenlicht

und wie auf Wasserwegen,

ein Ausweg gibt es nicht.

Auch Würmer haben keinen

bei Regen sind sie zu sehen.

Am Boden sie sich vereinen

dem Wasser zu entgehen.

Ein Schirm kann schützen,

doch retten wird er nicht.

Wir treten doch in Pfützen,

das Bein genässt von Gischt!

So ist der Lauf der Dinge,

vom Klima auch begrenzt,

Trittsiegel sind wie Ringe

vom Dasein umkränzt.

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Die Zeit ist gekommen ….

Es kommt die Zeit an Vergangenem zu denken,

es kommt die Zeit die Gegenwart zu beschenken

und es kommt die Zeit um die Zukunft zu lenken.

Es kommt die Zeit für jeden erdenklichen Schritt.

Ob im Alter in der Jugend oder in der Lebensmitt

und auch die Zeit zum ersten oder letzten Auftritt.

Es kommt die Zeit zu lernen und zu verweilen,

auch die Zeit zu rasten, schlendern oder eilen

und somit Zeit Ankunft oder Abschied zu teilen.

Es kommt die Zeit zu nehmen oder zu geben,

es kommt auch die Zeit für sich allein zu leben

und so die Zeit nach Verbundenheit zu streben.

Es kommt jede Zeit, diese zu seiner Zeit zu ernennen,

an uns liegt es unsere eigenen Zeitpunkte zu erkennen

oder den Reiseweg unsere Ziele und Orte zu benennen.

Es ist die Zeit Abschied zu nehmen und zu besehen.

Die Zeit für die Abreise zu neuem Abschied verstehen,

der einmalige Moment da zu sein in der Zeit zu gehen.

Es hat die Zeit das Erinnerungs- Dasein uns gegeben

somit, damit die Zeit kommen kann für uns alle – zum Leben,

Denn es ist die Zeit gekommen zum Neubeginne zu streben.

Abschied wird uns gegeben nichts wird genommen

nur angelangt an der Zeit zu gehen gekommen!

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Das Opium

das Opium der Saft der Götter

und doch ein Teufel der Spötter,

fällt man auf Religionen herein,

kommt mit Macht der Satan rein.

Ob Entzug oder Ablasshandel,

erkannt erst im Geschichtenwandel

erhebe ich was zum Reich der Götter,

ist Elend Not der alleinige Spötter.

Krieg Frieden oder gut und böse,

ein langer Weg der uns erlöse.

Erkenntnis vielleicht oder erkennen,

in uns selbst wir uns verrennen.

Das Opium nicht gut nicht böse,

eine Pflanze nur für die Geldbörse.

Fall ich auf Geld auch herein:

„oh Gott ich armes Schwein“

Drum lacht der Teufel oder Gott,

über 8000 Jahre der selbe Trott.

Ich kann auch eine Flasche nehmen,

eigentlich alles zum Gott erheben.

Es gibt nur Götter die wir uns schaffen,

aus Angst zu klein uns zu begaffen.

Um die Schöpfung zu verstehen,

sollten wir uns selbst besehen!

Die Welt so groß ich so klein :

„oh Gott ich armes Schwein“.

Ich so groß die Welt so klein :

„oh Gott ich noch ärmeres Schwein“.

Die Schöpfung hat uns geschaffen,

von Anfang an uns zu begaffen.

Sieh was wir hinterlassen haben,

Gott Mensch und keine Gaben!

Die Schöpfung hat das Opium geschaffen,

damit wir unsere Gier begaffen.

Ob Nirwana und Gott oder Opium

mein Gott/Mensch war ich dumm!

Nun weine dich in das Nirwana.

Ich bin allein für mich jetzt da.

Ich armes Schwein?:

„wen lass ich jetzt rein“.!?

Anmerkung, alles begann mit einem Tagebuch, ein Freund sagte, schreib alles auf, was in dir ist, mit deinen Worten

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Text und Foto von: © Rudolf Schulz

Von rn-d.de

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